Knigge

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: Jeder Hundehalter sollte in der Öffentlichkeit so mit seinen Hund auftreten, dass Passanten sich weder bedroht noch belästigt fühlen.
Für die dazu erforderliche ordentliche Grunderziehung, die es dem Halter ermöglicht, seinen Hund jederzeit zu sich zu rufen, bieten die Hundefreunde ihre Unterstützung an. Dazu gehört neben dem Erlernen der Grundkommandos und der Sozialisation gegenüber Mensch und Tier auch die Gewöhnung an die Umwelt sowie der sichere Umgang im Straßenverkehr.

Für problematisches Hundeverhalten, wie Dauerbellen, Ungehorsam, Ängstlichkeit, Aggressionsverhalten etc. bieten wir individuelle Beratung und Trainingsmöglichkeiten, auch im Einzelunterricht an.

Nachfolgend einige Tipps, wie Sie sich mit Ihren Hund in bestimmten Situationen verhalten sollten.

Ortschaften und Wohngebiete

Innerhalb von Ortschaften, Wohngebieten etc. insbesondere in der Nähe von Spielplätzen und Parkanlagen besteht Anleinpflicht. Auch wenn er noch so gut hört, man sieht es ihm nicht an und Passanten empfinden unter Umständen Ihren freilaufenden Hund als Bedrohung. Vor dem Besuch von Stränden und Badeseen sollte man sich vorher erkundigen, ob dort Hunde überhaupt erlaubt sind.
Restaurant und Stadt

Im Restaurant sollte der Hund unterm Tisch liegen und diesen nicht gegen die Bedienung verteidigen. Das Betteln am Nachbartisch ist verboten!

In der Stadt geht der Hund an der vom Verkehr abgewandten Seite, er hat sich ruhig und gegenüber Passanten neutral zu verhalten.

Das Urinieren an Hauswänden, Blumenkübeln, Fahrrädern, Autos etc. wird dem Hund generell untersagt, die festen Hinterlassenschaften auf Bürgersteigen, Randflächen, Anlagen und Ähnlichem werden beseitigt. Dazu empfiehlt es sich, immer eine kleine Tüte für die Hinterlassenschaften des Hundes mitzuführen.

Bedenken Sie bitte wie unangenehm es auch für einen Hundehalter ist, wenn man erst einmal die stinkende braune Masse am Schuh kleben hat.

Auto

Im Auto wird der Hund so untergebracht, dass er sich und die Insassen nicht gefährdet (Hundebox, -gitter, Sicherheitsgurt). Vor dem Aussteigen wird der Hund angeleint, das Aussteigen selbst erfolgt nur auf Kommando.

Im Wald

Im Wald geht der Hund zum Schutz des einheimischen Wildes nur angeleint, im Frühjahr während der Brutzeit gilt das auch für andere Flächen. Ein Hund der frei läuft, bedarf der erhöhten Aufmerksamkeit des Halters und muss in jeder Situation auf Zuruf kommen. Tut er das nicht, gehört er an die Leine!

Fußgänger, Jogger und Radfahrer

Bei Begegnungsverkehr mit Fußgängern, Joggern oder Radfahrern wird der Hund mindestens bei Fuß geführt, ggf. angeleint und/oder situationsbedingt in Sitz bzw. Platz gebracht. Hierbei ist immer auf die Passanten Rücksicht zu nehmen, um dem hundefeindlichen Klima in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken. Dass dem Hund von Anfang an verboten wird, Joggern oder Radfahrern nachzujagen ist eine Selbstverständlichkeit.

Bei Begegnungsverkehr mit Reitern sollte der Hund auf jeden Fall angeleint geführt werden.

Achten Sie bei Ihren Spaziergängen auch darauf, dass Ihr Hund niemals fremde Leute anspringt, es gibt Menschen, die dadurch Todesängste ausstehen. Abgesehen davon ist nicht jeder Mensch ein Hundeliebhaber, dem es nichts ausmacht, wenn seine Kleidung beschmutzt wird.

Kinder

Mit Kindern lassen wir unseren Hund nur unter Aufsicht spielen, bei fremden Kindern ist besondere Vorsicht geboten. Ein harmloser Sturz des Kindes kann beim Hund gefährliche Reaktionen hervorrufen.

Eine Bitte zum Schluss

Akzeptieren Sie die Ansichten von Nicht-Hundehaltern zum Thema Hund und helfen Sie aktiv mit, zum positiven Bild des Hundes in der Gesellschaft beizutragen.

Damit der Hund wieder als das gesehen wird, was er ist: Der beste Freund des Menschen.

Gehen Sie immer mit gutem Beispiel voran!



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